Der Tank fasst 30 Liter. Das klingt nach zwei Tagen und reicht bei mir eine Woche. Nicht weil ich besonders diszipliniert bin, sondern weil ich vier Jahre gebraucht habe, um zu verstehen, wo das Wasser tatsächlich hingeht.
Es ist nicht das Duschen
Geduscht wird sowieso draußen oder gar nicht. Der eigentliche Verbrauch sitzt in drei Dingen, die niemand auf dem Zettel hat: Abwaschen unter laufendem Hahn, Nudelwasser, und Zähneputzen mit offenem Wasserstrahl.
Der Abwasch war der größte Posten. Ich habe irgendwann eine Schüssel in die Spüle gestellt und seitdem wasche ich in zwei Litern statt in acht. Das Nudelwasser hebe ich auf, es geht am nächsten Tag als Kochwasser für Kartoffeln wieder rein oder als Spülwasser.
Was ich mir gespart habe
Ich habe lange über einen Zweittank nachgedacht, 40 Liter unter den Sitz, ungefähr 400 Euro mit Einbau. Gekauft habe ich stattdessen eine Zehn-Liter-Faltkanister für 19 Euro, der zusammengelegt in die Heckklappe passt. Der deckt genau die Fälle ab, für die ich den Tank haben wollte.
Die Regel, die geblieben ist: Wenn ich an einer Quelle vorbeikomme und der Tank unter der Hälfte steht, wird gefüllt. Auch wenn es nur zehn Liter sind. Wasser, das im Bus ist, wiegt nichts im Vergleich zu Wasser, das man abends nicht hat.
